Kölner Dysphagiezentrum: Fachinstitut für Menschen mit Schluckstörungen und ihre Angehörigen

 

Therapeutische Interventionen

Nachdem eine ausgiebige und fundierte Diagnostik durchgeführt wurde, wird in Abhängigkeit der zugrunde liegenden Informationen überlegt, welcher Behandlungsweg und welche therapeutische Maßnahmen für den Betroffenen am sinnvollsten erscheinen.

Für uns ist wichtig zu unterscheiden, ob der Ratsuchende bestimmte Hilfsmittel, wie z.B. intraorale Prothesen, Ess- und Trinkhilfen benötigt und/oder ob er unter Anleitung mit Hilfe eines gezielten und hochfrequenten Trainings ein neues >aspirationsfreies Schlucken erlernen kann.

Wir geben Auskunft über bestimmte methodische Vorgehensweisen (z.B. Behandlung nach F.O.T.T. oder Castillo-Morales) und empfehlen kompetente Therapeuten aus unserem Netzwerk in Wohnortnähe.

Gestaltet sich die dysphagische Störung jedoch so, dass eine funktionelle Behandlung allein nicht erfolgversprechend oder empfehlenswert ist, und operative oder medikamentöse Maßnahmen notwendig erscheinen, werden wir den Klienten an die entsprechenden Stellen weiterleiten

 

Zielsetzungen des Kölner Dysphagiezentrums

Unser Ziel ist dem Betroffenen eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten (d.h. eine maximale Hilfestellung bzgl. seiner Schluckstörung anzubieten). Wir versuchen mit sehr umfangreichen und kompetenten Möglichkeiten dieses Krankheitsbild zu beleuchten. Uns ist dabei eine enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachgruppen aus dem Themenbereich "Schlucken" sehr wichtig (siehe auch > Kooperation und Ärztenetzwerk).

Auch betonen wir die möglichst baldige Eigenständigkeit des Klienten oder seiner Angehörigen. Eine komplette Wiedererlangung der oralen Nahrungsaufnahme ist ein weiteres sehr wichtiges Ziel, dass leider nicht immer realisierbar ist. Auch bei sehr ausgeprägten Dysphagien versuchen wir eine Verbesserung der Lebensqualität durch maximale Wiedererlangung der oralen Nahrungsaufnahme oder durch Optimierung der gegebenen Situation (z.B. durch Anpassung der Nahrungskonsistenz) zu erreichen. Dazu gehört auch eine Aufklärung und Anleitung des sozialen Umfeldes des Betroffenen. Hier gilt es Akzeptanz und Verständnis für die Problematik zu wecken.

Wir führen nur in sehr seltenen Fällen ein intensives Training in unserem Hause durch, vielmehr haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, das Pflegepersonal, die betreuenden Angehörigen und ggf. auch die eingebundenen Schlucktherapeuten so intensiv zu schulen, dass die tägliche Betreuung des Betroffenen von diesen Personen übernommen werden kann.

 

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